Sport-Assistenz-Ausbildung Basketball 2026: Für mehr Teilhabe im Berliner Basketball
Basketball verbindet Menschen und eröffnet neue Möglichkeiten für Teilhabe und Engagement. Im Rahmen der Basketball-Weltmeisterschaft der Damen 2026 fand in Berlin die Sport-Assistenz-Ausbildung Basketball 2026 statt. An insgesamt fünf Ausbildungstagen wurden 15 Teilnehmende zu Sportassistent:innen qualifiziert.
Das inklusive Bildungsangebot des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Berlin (BSB) richtete sich insbesondere an Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung, Fluchterfahrung, psychischen oder Suchterkrankungen sowie an sozial benachteiligte Menschen. Auch begleitende und betreuende Personen waren herzlich eingeladen. Vorkenntnisse waren nicht erforderlich – im Mittelpunkt standen das Interesse am Basketball, die Freude an Bewegung und das gemeinsame Lernen.
Die Ausbildung verband einen überfachlichen mit einem basketballspezifischen Teil. Die Teilnehmenden lernten unter anderem Grundlagen der Basketball-Technik, Möglichkeiten zur Unterstützung im Training, Erwärmungs- und Bewegungsangebote sowie Kommunikation und Teamarbeit.
„Die Sport-Assistenz-Ausbildung hat in diesem Jahr als Gemeinschaftsprojekt einen wichtigen nächsten Schritt gemacht. Gemeinsam wollen wir Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung Schritt für Schritt an Verantwortung und Engagement im Berliner Sport heranführen. Die Ausbildung im Basketball zeigt: Gemeinsam bewegen wir mehr.“, sagt Gunnar Bielefeld, Bildungsreferent der Sportjugend Berlin.
Auch Stefan Schenck, Vizepräsident Inklusion des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbands Berlin, hebt die Bedeutung der Ausbildung hervor:
„Inklusion im Sport bedeutet für uns nicht nur, dass Menschen teilnehmen können. Es geht darum, ihnen Verantwortung zu übertragen und ihnen echte Möglichkeiten zu geben, den Sport mitzugestalten. Die Sport-Assistenz-Ausbildung schafft dafür einen wichtigen Einstieg. Basketball bietet mit seiner Teamorientierung ideale Voraussetzungen, um gemeinsam neue Wege zu gehen.“
Christian Steinberg, Sportlicher Leiter des Berliner Basketball Verbands, ergänzt:
„Basketball lebt vom Teamgedanken – und genau dieser Gedanke steht auch bei der Sport-Assistenz-Ausbildung im Mittelpunkt. Wir freuen uns, dass Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Voraussetzungen zusammenkommen und gemeinsam lernen. Wenn aus Teilnehmenden engagierte Unterstützer*innen und Vereinsmitglieder werden, ist das ein großer Gewinn für den Berliner Basketball.“
Ein besonderes Highlight war die Einbindung der Ausbildung in das Rahmenprogramm der Basketball-Weltmeisterschaft der Damen 2026. Rund um die Fanzone konnten die Teilnehmenden den Basketball im Umfeld des internationalen Sportereignisses erleben und sich aktiv einbringen.
Veranstaltet wurde die Sport-Assistenz-Ausbildung vom Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Berlin gemeinsam mit der Sportjugend Berlin, dem Berliner Basketball Verband und ALBA Berlin. Gefördert wurde die Maßnahme durch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt.
Die Sport-Assistenz-Ausbildung steht für einen inklusiven Ansatz, der über die reine Teilnahme am Sport hinausgeht. Menschen sollen ihre eigenen Fähigkeiten entdecken, Verantwortung übernehmen und Schritt für Schritt Möglichkeiten finden, sich im Training und im Wettkampf einzubringen.
