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Rekordregen bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften 2026 in Berlin

Foto: Jo Kleindl

Mit insgesamt sieben Weltrekorden, zahlreichen nationalen Bestmarken und starken Leistungen des deutschen Nachwuchses sind die 40. Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) im Paraschwimmen erfolgreich in Berlin zu Ende gegangen. Nach der Para Swimming World Series wurde die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) erneut zur Bühne des internationalen Paraschwimmsports. Von Sonntag bis Dienstag trafen Profi- und Nachwuchsathlet:innen aus dem In- und Ausland aufeinander und sorgten vor begeistertem Publikum für zahlreiche sportliche Höhepunkte sowie emotionale Momente.

Die IDM bestätigte damit einmal mehr die Bedeutung Berlins als zentralen Standort für hochklassigen Parasport, was auch Özcan Mutlu, Präsident des BSB, bestätigt: "Das neue Format mit der IDM direkt im Anschluss an die Para Swimming World Series war ein voller Erfolg und hat dem  Wettkampf eine paralympische Dimension gegeben. Mit 420 Athletinnen und Athleten sowie zahlreichen Rekorden und Bestleistungen ist die IDM 2026 zu Ende gegangen. Damit hat Berlin einmal mehr bewiesen, dass wir als Sporthauptstadt  große Sportveranstaltungen können und bereit sind für die Paralympics und Olympische Spiele. Die IDM macht jedes Jahr sichtbar, welche sportlichen Leistungen der Para-Sport zu bieten hat und welche Bedeutung er für Berlin hat. Paralympische Spiele in Berlin würden diese Sichtbarkeit noch einmal deutlich erhöhen und zugleich einen starken Impuls für barrierefreie Infrastruktur, moderne Sportstätten und mehr Inklusion in allen Bezirken geben."

Neben ihm waren unter anderem der Präsident des Landessportbund Berlin, Thomas Härtel, sowie die Bundestagsabgeordnete der Grünen, Tina Winkelmann vor Ort und unterstrichen mit ihrer Präsenz ebenfalls die Wichtigkeit der Veranstaltung.

Bereits am ersten Wettkampftag sorgte Janis McDavid für eine besondere Sensation. Der SB1-Schwimmer, der erst seit zwei Jahren im Schwimmsport aktiv ist, stellte im Vorlauf über 100m Brust einen Weltrekord auf und verbesserte diesen im Finale nochmals. Auch Lena Cornelissen (S9) Tom Liam Brimacombe (S5) und Josia Topf (S3) überzeugten mit deutschen Rekorden über 100m Rücken in ihren Startklassen. Für zusätzliche Spannung sorgte Josia Topf über 400m Lagen mit einer Disqualifikation aufgrund eines Frühstarts, ehe er sich wenig später eindrucksvoll zurückmeldete und erneut einen Rekord erschwamm.

Emotional wurde es am Muttertag zudem mit Elena Semechin und Verena Schott, welche starke Leistungen im Wasser bewiesen und zeigten, wie erfolgreich sie Spitzensport und Familie verbinden. Auch der Nachwuchs des deutschen Paraschwimmens präsentierte sich in starker Form. Mit erfüllten Normzeiten für die Europameisterschaft 2026 in der Türkei empfahlen sich unter anderem Bàlint Koeszegvary, Johanna Döhler, Tabea Nele Teschauer, Mieke Sophia Leiße, Kimi Mika Brückner und Marlon Jung. Am zweiten Wettkampftag setzte Taliso Engel (SB13) mit einem Weltrekord über 200m Brust das nächste sportliche Ausrufezeichen.

Internationale Spitzenleistungen kamen zudem aus Italien und Spanien: Luca Da Prato stellte über 200m Rücken einen neuen Weltrekord auf, nachdem er zuvor bereits einen Europarekord über 50m Rücken erzielt hatte. Klassenübergreifend überzeugte außerdem der Spanier Albert Gelis, der in der Startklasse S11 ebenfalls einen Weltrekord aufstellte. Auch national wurden zahlreiche Bestmarken verbessert: Lena Cornelissen über 200m Lagen, Janis McDavid über 50m Rücken und 200m Brust, Amelie Fröhlich über 200m Brust, Mira Jeanne Maack über 50m Rücken sowie Tom Liam Brimacombe über 200m Rücken.

Für weitere Höhepunkte sorgte schließlich der dritte und letzte Wettkampftag der IDM. Taliso Engel stellte sowohl im Vorlauf als auch im Finale über 50m Brust einen doppelten Weltrekord in der Klasse SB13 auf. International schwammen ebenfalls der Brite Bruce Dee in der Klasse SB6 über die 50m Brust und sein Teamkollege William Ellard (S14) bei den 400m Freistil zu einem Europarekord. Neue deutsche Rekorde stellten Florian Reiter in der Klasse SB14 über 400m Freistil sowie Lavinia Schroth (AB), Jonas Schneider (AB) und Janis McDavid (S1) über die Sprintdistanz 50m Freistil auf. Nach drei erfolgreichen Wettkampftagen stehen nun insgesamt 23 deutsche Athlet:innen – darunter sieben Berliner Schwimmer:innen – im Fokus für eine mögliche Nominierung zu den Europameisterschaften 2026 in der Türkei.