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Positionspapier: Die gesellschaftlichen Wirkungen der Paralympischen Spiele für Berlin nutzen!

Bild: Berlin Gewinnt

Im Rahmen des Hauptvorstandes des Behinderten- und Rehabiliations- Sportverband Berlin e.V. wurde ein Positionspapier zu der Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele verabschiedet. 

Berlin, den 29.06.2026 

Der Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Berlin unterstützt die Bewerbung BERLIN+ um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele.

Aus Sicht des Verbandes bietet die Bewerbung die Chance, wichtige Impulse für die Entwicklung Berlins als inklusive, barrierefreie und vielfältige Metropole zu setzen. Besonders die Paralympischen Spiele können dabei Wirkungen entfalten, die weit über den Sport hinausreichen. Sie schaffen Aufmerksamkeit für die Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderungen, stärken ihre Sichtbarkeit in der Gesellschaft und fördern ein Verständnis von Vielfalt und Teilhabe als selbstverständlichen Bestandteil des Zusammenlebens in unserer Stadt. Die Bewerbung bietet zugleich die Möglichkeit, konkrete Verbesserungen anzustoßen.

Dazu gehören der weitere Ausbau barrierefreier Sportstätten, die Verbesserung der Zugänglichkeit von Mobilitätsangeboten und Veranstaltungsorten sowie die konsequente Berücksichtigung von Barrierefreiheit in der Stadtentwicklung. Von diesen Maßnahmen profitieren Menschen mit Behinderungen ebenso wie ältere Menschen, Familien und viele weitere Berlinerinnen und Berliner. Darüber hinaus können die Paralympischen Spiele den Behinderten- und Rehabilitationssport sowie inklusive Sportangebote nachhaltig stärken. Sie erhöhen die Sichtbarkeit von Athletinnen und Athleten mit Behinderungen, schaffen Vorbilder für junge Menschen und können dazu beitragen, mehr Menschen für Sport, Bewegung und ehrenamtliches Engagement zu gewinnen.

Der Behinderten- und Rehabilitations- Sportverband Berlin ist überzeugt, dass die Paralympischen Spiele ein wichtiger Motor für die Weiterentwicklung von Inklusion, Teilhabe und Barrierefreiheit in Berlin sein können. Ihr Wert bemisst sich nicht allein am sportlichen Erfolg der Veranstaltung, sondern vor allem an den langfristigen Verbesserungen, die sie für die Stadtgesellschaft anstoßen können. Der Verband begrüßt daher ausdrücklich, dass die Potenziale der Paralympischen Spiele im Bewerbungskonzept BERLIN+ umfassend berücksichtigt und als gleichwertiger Bestandteil der Bewerbung verankert sind. Die dort formulierten Ziele machen deutlich, dass die Bewerbung nicht nur als Sportprojekt, sondern auch als gesellschaftliches Zukunftsprojekt verstanden wird. Gleichzeitig sieht der Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Berlin die Chance, die besondere Bedeutung der Paralympischen Spiele im weiteren Bewerbungsprozess noch stärker sichtbar zu machen. Die mit ihnen verbundenen Themen – Inklusion, Teilhabe, Barrierefreiheit und gesellschaftliche Vielfalt – können der Bewerbung ein eigenständiges und unverwechselbares Profil verleihen. 

Als Behinderten- und Rehabilitationssportverband Berlin fordern wir, die Paralympischen Spiele im weiteren Verlauf der Kommunikation, Beteiligung und öffentlichen Darstellung der Bewerbung ebenso sichtbar und identitätsstiftend zu positionieren wie die Olympischen Spiele. Die im Konzept verankerte Gleichwertigkeit von Olympischen und Paralympischen Spielen sollte sich auch in der öffentlichen Wahrnehmung und Außendarstellung der Bewerbung widerspiegeln.

Die Paralympischen Spiele sind nicht ein “Nice to have”, sondern ein Kernbestandteil der Bewerbung Berlin+ . Der Behinderten- und Rehabilitations- Sportverband Berlin verbindet mit der Bewerbung die Erwartung, dass die angestrebten Wirkungen für Inklusion, Teilhabe und Barrierefreiheit dauerhaft gesichert werden und über die Spiele hinaus Bestand haben. Vor diesem Hintergrund unterstützt der Verband die Bewerbung BERLIN+ und setzt sich dafür ein, dass die Paralympischen Spiele als gleichwertiger und prägender Bestandteil der Gesamtbewerbung sichtbar werden.