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Auf dem Weg nach Mailand: Para-Eishockey-Athlet Leopold Reimann im Interview

Eis, Wille und Teamgeist: Leopold Reimann gehört zu den Gesichtern des deutschen Para-Eishockeys auf dem Weg zu den Winterspielen 2026 in Mailand. Im Interview spricht der Berliner über Zusammenhalt, seinen sportlichen Weg vom Rudern aufs Eis und darüber, was ihn antreibt, für sein Land und seine Stadt anzutreten.

Was bedeutet Eishockey für dich persönlich?
Eishockey bedeutet für mich erst einmal Zusammenhalt. Das finde ich superwichtig, gerade bei uns in der Nationalmannschaft ist das immer ein großes Thema. Jeder bringt sowohl Stärken als auch Schwächen mit, die wir dann gemeinsam aufs Eis bringen, um das bestmögliche Ergebnis herauszuholen.

Gab es einen Moment, der dich als Sportler besonders geprägt hat?
Ich komme aus dem Rudersport, das ist eigentlich ein Individualsport. Jetzt, da ich seit zwei Jahren im Eishockey bin, finde ich gerade das Mannschaftsgefüge supercool. Unser großer Erfolg in Buffalo, der dazu beigetragen hat, dass wir nun in Mailand starten dürfen, war für mich ein Schlüsselmoment, um zu sehen, dass in einer Mannschaft mit einem tollen Team einfach viel möglich ist. […]

Was hat dir der Sport fürs Leben beigebracht?
Boah, extrem viel! Am meisten, glaube ich, die ausdauernde Disziplin, in jeder Lebenslage dranzubleiben. Auch wenn es mal hart ist, sich einfach durchzubeißen. Nichts ist unmöglich, gerade bei uns nicht. […]

Wie sieht ein typischer Trainingsalltag bei dir aus?
Ich stehe relativ entspannt zwischen 7:00 Uhr und 8:00 Uhr auf, dann mache ich erst einmal eine Cardio-Einheit, ca. 30 km mit dem Rad. Danach finden wir uns im Wellblechpalast wieder für eine Trainingseinheit, je nachdem 1 bis 1,5 Stunden. Anschließend steht Regeneration an: Physio, Sauna, Whirlpool – alles, was der Olympiastützpunkt in Berlin so bietet. Dafür bin ich super dankbar. Abends kommt noch eine kleine Krafteinheit […] und dann geht es auch schon wieder ins Bett.

Wie fühlt es sich an, als erster Berliner Para-Athlet dein Land bei den Winterspielen 2026 in Mailand zu vertreten?
Antreten zu dürfen fühlt sich supercool an. Ich wusste bis vor etwa zwei Monaten gar nicht, dass ich der Erste bin. Von daher bin ich mega stolz, es macht mich total froh, für die Stadt antreten zu dürfen, und ich hoffe, dass ich die Stadt auch ordnungsgemäß vertreten kann.

Welche Botschaft möchtest du senden, wenn Menschen dich in Mailand im Trikot sehen?
Die Botschaft, die ich senden möchte, richtet sich vor allem an junge Spieler*innen: Fangt einfach an mit Parasport, wenn ihr eine Beeinträchtigung habt. Es ist supercool – egal welche. Wie gesagt, ich habe Rudern gemacht, jetzt Eishockey, zwischendrin auch mal ein paar andere Sportarten. Es macht einfach super Spaß und es ist eine coole Gemeinschaft. Auch wenn ihr gesund seid, könnt ihr bei uns in der Liga spielen, wir sind ja eine inklusive Veranstaltung. Jeder ist gerne gesehen.

Welche sportlichen Ziele hast du für die kommenden Jahre?
Jetzt bringen wir erst einmal Italien hinter uns, dann schauen wir mal, ob ich vielleicht noch an ein oder zwei nationalen Wettbewerben im Rudern teilnehme, vielleicht mal an einer deutschen Meisterschaft. Ich schiele allerdings schon ein bisschen auf Frankreich 2030. Da gibt es schon eine WhatsApp-Gruppe, die „Projekt Bronze“ heißt.